FDP Ettlingen Fraktion/Bürgerliste

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15.04.2011

Unterstützung des Jugendgemeinderats und Berlin-Fahrten

April 2010 - Der Jugendgemeinderat in Ettlingen wurde neu gewählt und der FDP-Stadtverband hat gratuliert, nachdem die gewählten Mitglieder öffentlich bekannt gemacht wurden.

Im Gratulationsschreiben benannte die FDP das jüngste Gemeinderatsmitglied, Pascal Drotschmann als Ansprechpartner, wenn seitens der Mitglieder des Jugendgemeinderates Gesprächsbedarf besteht. Parteienprospekte oder Mitgliedsanträge wurden selbstverständlich nicht beigefügt, Herr Drotschmann ist selbst noch nicht einmal FDP-Mitglied.

Was also ist daran schlimm oder zu beanstanden? Nichts, außer der Tatsache, dass die FDP wieder einmal schneller und aufmerksamer als andere Parteien oder Wählergemeinschaften (CDU und Freie Wähler) gewesen ist. Dass hier nun aufgejault wird und im Fall der Freien Wähler gar von getretenen Hunden geschrieben wird ist leider unterste Schublade. Ein bisschen Falschspiel ist bei der gespielten Entrüstung auch noch dabei.

Die FDP Ettlingen findet es wichtig, den jungen Menschen im JGR Unterstützung anzubieten, sie nicht allein in die Kommunalpolitik hineinstolpern zu lassen – das wäre verantwortungslos. Mit keinem Wort ist diese logistische und organisatorische Unterstützung mit der Erwartung eines Parteieintritts verbunden. Wir wollen das Beste für die Stadt, und diese wird eines Tages von der Generation der jetzigen JGR-Mitglieder geführt und gestaltet werden. Wäre dies nicht unsere Einstellung, hätten wir keine parteilosen Stadträte in unserer Gemeinderatfraktion, die bereits im Namenszusatz Bürgerliste diese Offenheit zeigt.

Weiterhin ist es so, dass Bundestagsabgeordnete über ein jährliches Kontingent für Berlin-Fahrten von Bürgerinnen und Bürgern aus dem eigenen Wahlkreis verfügen. Das ist von allen Parteien so gewollt und ein Angebot an die Bürger und Wähler. Davon machen alle Abgeordneten Gebrauch, so auch der Abgeordnete der FDP, Herr Patrick Meinhardt.

Die Berlin-Fahrten sind mit Besichtigungen (z.B. Reichstag, Stadtrundfahrt) und politischen Informationsgesprächen verbunden. Sie sind für den wachen, politisch interessierten Bürger vorgesehen, weniger für die passiven Mitmenschen, die immer nur meckern und alles besser wissen – im Nachhinein, also nicht für die, die sich nicht informieren und ihre Vorurteile pflegen.

Die FDP geht davon aus, dass alle Mitglieder des Jugendgemeinderates reif genug sind, selbst zu entscheiden, ob sie sich informieren und politisch engagieren wollen, und welcher Partei oder Wählergemeinschaft sie sich anschließen wollen, wenn sie entscheiden, diesen Schritt zu gehen.

Viel Spektakel um eine gute Sache; viel Wind um wenig Ereignisse, viel Frust und vielleicht ein bisschen Neid?

Brigitte Ochlich